Bernholt, Sascha & Parchmann, Ilka

Beitrag auf der GDCP-Jahrestagung 2008

Die Einführung Nationaler Bildungsstandards und die damit verbundene Absicht, den Kompetenzerwerb der Schülerinnen und Schüler in zentralen Vergleichsarbeiten am Ende der Mittel- und Oberstufe zu erfassen, offenbarte den Bedarf an empirisch validierten Kompetenzmodellen und an entsprechend entwickelten Lern- und Testaufgaben. Dabei stellt vor allem die Erfassung des Anforderungsniveaus einen zentralen Baustein sowohl für eine schülerorientierte Gestaltung von Lernumgebungen als auch für die konstruktvalide Diagnose des Kompetenzerwerbs dar. Ausgehend vom Model of Hierarchical Complexity (Commons, 1998) soll vorgestellt werden, wie man Aufgabenschwierigkeit und Schülerleistung erfassen kann und wie durch Konfrontation dieser Konstrukte zentrale Einflussfaktoren auf Aufgabenbearbeitung und Antwortqualität zu Tage treten. Die Ergebnisse quantitativer und qualitativer Untersuchungen werden an verschiedenen Beispielen des chemischen Curriculums verdeutlicht. Ebenso soll die schulpraktische Bedeutung der Ergebnisse an weiteren Beispielen aufgezeigt werden.

 

Referenz:
Bernholt, S. & Parchmann, I. (2009). Die Untersuchung und Entwicklung von Kompetenz in der Chemie. In: D. Höttecke (Hrsg.), Chemie- und Physikdidaktik für die Lehramtsausbildung (S. 134-136). Münster: LIT-Verlag.