Böhm, Ulrike, Pospiech, Gesche & Körndle, Hermann

Beitrag auf der GDCP-Jahrestagung 2009

Das interdisziplinäre Forschungsvorhaben, welches die Physikdidaktik, Psychologie und Mathematik verschränkt, untersucht Verstehensprozesse im Anfangsunterricht Physik. Ziel war es, auf dem bisher wenig erforschten Gebiet der mathematischen Kompetenzentwicklung im Physikunterricht, Möglichkeiten zur Beschreibung dieses Verstehensprozesses zu geben. Dabei stellt sich die Frage, ob ein nur routinemäßiger Einsatz der Mathematik einer tieferen Problemlösefähigkeit vielleicht entgegen wirken könnte. Die hier vorgestellte Studie verwendet den bewussten Einsatz unterschiedlicher Modellierungsebenen als einen neuen Ansatz. Es handelt sich dabei um eine Mikromethode, mit der die - durch eine ‚Lupe’ zu betrachtenden - Wissenseinheiten und deren Zusammenspiel zur Erkenntnisgewinnung zunächst getrennt betrachtet und erst anschließend zusammengeführt werden. Untersuchungen zum Spiegelbild in der Schule und eine Laborstudie, bei der die Methode einer transparenten Modellierung eingesetzt wurde, werden vorgestellt. Die Auswirkungen auf das Verständnis bei den Lernenden werden diskutiert.

 

Referenz:
Böhm, U., Pospiech, G. & Körndle, H. (2010). Beeinflusst mathematisches Vorwissen die physikalische Argumentation?. In: D. Höttecke (Hrsg.), Entwicklung naturwissenschaftlichen Denkens zwischen Phänomen und Systematik (S. 260-262). Münster: LIT-Verlag.