Scheler, Klaus

Beitrag auf der GDCP-Jahrestagung 2009

Der bisherige Forschungsstand lässt bei wiederkehrend stärkeren Einwirkungen von Mobilfunkstrahlung unterhalb der Grenzwerte ein höheres Gesundheitsrisiko befürchten als es in der Öffentlichkeit verbreitet wird. Endgültige Ergebnisse sind vor 2015 nicht zu erwarten. Entsprechend wird von Behörden, Ärzten und anderen nachdrücklich gefordert, dass Jugendliche lernen, wie sie ihre persönliche Strahlungsimmission so niedrig wie möglich halten können. Darüber hinaus verändert die Handynutzung das Sozial- und Kommunikationsverhalten der Heranwachsenden und trägt zunehmend zur Überschuldung vieler Jugendlicher bei. Wie kann die Schule reagieren? Wie kann jeder im Sinne eines vorsorgenden Gesundheitsschutzes bereits durch sein Nutzerverhalten dazu beitragen, diese Risiken für sich und seine Mitmenschen zu verringern? Was kann der Physikunterricht zu dieser Problematik beitragen? Im Vortrag werden einige schulrelevante Aspekte - insbesondere Schülerversuche mit Handys und Mobilfunkstrahlung - vorgestellt und über hierzu entwickelte Unterrichtsmaterialien und Lehrerfortbildungen berichtet.

 

Referenz:
Scheler, K. (2010). Wirkungen der Mobilfunkstrahlung - interdisziplinär betrachtet am Beispiel von WLAN-Netzen in Schulen
. In: D. Höttecke (Hrsg.), Entwicklung naturwissenschaftlichen Denkens zwischen Phänomen und Systematik (S. 299-301). Münster: LIT-Verlag.